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Heizungssanierung mit Wärmepumpe


Die Wärmepumpe ist ein beliebter Trend im Neubau. Doch eignet sie sich auch als Alternative bei der Heizungssanierung? Unser Heizungsbau hat kürzlich das erste Sanierungsprojekt mit einer Wärmepumpe abgeschlossen. In einem Einfamilienhaus mit 160qm Wohnfläche wurde die alte Öl-Heizungsanlage aus dem Jahr 1992 inklusive Tanks komplett ausgebaut und durch eine moderne Wärmepumpenheizung von Viessmann (Vitocal 250-A) ersetzt. Die Wärmeübertragung im Haus erfolgt weiterhin über die bereits bestehende Fußbodenheizung und Heizkörper. Die Modernisierung dauerte inkl. Außenarbeiten (Erstellung eines Betonsockels, Pflasterarbeiten, Kernbohrung, Elektroanschluss) eine Woche. Für das Projekt gab es eine Förderung von 35%.

Doch wie funktioniert so eine Wärmepumpe eigentlich und welche Voraussetzungen müssen für den Einbau gegeben sein? Dazu haben wir Ihnen hier einige Informationen zusammengestellt.

 

 

Fragen und Antworten von unserem Fachbereichsleiter Robert Stark

 

Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, dass man bei der Sanierung eine Wärmepumpe nutzen kann?

Idealerweise ist das Haus komplett mit Fußbodenheizung oder ähnlichem ausgestattet, also einfach ein Heizsystem, das mit niedrigen Vorlauftemperaturen betrieben werden kann. Bei niedrigen Vorlauftemperaturen läuft die Wärmepumpe wesentlich effizienter, weil dadurch weniger Strom verbraucht wird. Bei der Montage des Außengerätes müssen die vorgegebenen Abstandsflächen berücksichtigt werden.

Welche Umrüstungsschritte sind erforderlich?

Ggf. sind Grabungsarbeiten für die Verlegung der Rohr- und Stromleitungen vom Haus zur Außeneinheit nötig. Im einfachsten Fall reicht eine Kernbohrung ins Haus. Es muss ein Betonsockel für die Aufstellung der Außeneinheit geschaffen werden. Auch stromtechnische Umbauarbeiten sind notwendig. Ebenso ist die Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage ratsam, um einen Teil des benötigten Stroms selbst zu erzeugen. Wenn nur alte Heizkörper vorhanden sind, die hohe Vorlauftemperaturen benötigen, muss überprüft werden, ob diese gegen neue Heizkörper getauscht werden müssen bzw. können. Ansonsten verläuft die Umrüstung auf eine Wärmepumpe wie bei einer herkömmlichen Heizungssanierung (Demontage und Entsorgung des alten Heizkessels und wenn vorhanden der Öltanks, Anschluss am bestehenden Heizsystem, Elektroanschluss, Inbetriebnahme)

Für wen empfiehlst du die Umrüstung auf Wärmepumpe?

Das lässt sich nicht pauschal sagen, das ergibt sich meist vor Ort aus dem Gespräch und den vorhandenen Gegebenheiten. Wenn das Haus aber schon vernünftige Fenster, Dachdämmung hat und z.B. überall oder zumindest zum Teil eine Fußbodenheizung vorhanden ist, spricht schon einiges dafür. Desweiteren spielt der bisherige Brennstoffverbrauch immer eine Rolle und eben das Heizverhalten des jeweiligen Nutzers. Es gibt auch die Möglichkeit, sich eine sogenannte Hybridanlage anzuschaffen. Die bestehende Heizung wird hier einfach mit einer Wärmepumpe ergänzt. Das wird gerne gemacht, wenn die vorhandene Heizung noch nicht alt ist und der Nutzer z.B. seinen Öl- oder Gasverbrauch senken möchte.

Verbrauchssenkung ist angesichts steigender Energiekosten ein gutes Stichwort. Wie verhält es sich in diesem Punkt mit der Wärmepumpe?

Den größten Teil der Energie zieht die Wärmepumpe aus der Umwelt, in diesem Fall aus der Umgebungsluft. Der Rest ist Strom. Der Verbrauch hängt ganz von den jeweiligen Gegebenheiten ab. Ein Haus, das nur mit Heizkörpern ausgestattet ist, die sehr hohe Vorlauftemperaturen benötigen, verbraucht in der Regel mehr Strom als ein Haus mit Flächenheizung mit niedrigen Vorlauftemperaturen. Wenn keine Photovoltaikanlage zur Eigenstromerzeugung vorhanden ist, ist auch keine Energiekostenersparnis zu erwarten.

In unserem Beispiel war eine Erneuerung der Heizkörper nicht nötig. Geht das immer so einfach?

In diesem Fall war eine Heizkörpererneuerung nicht nötig, da zum größten Teil mit einer Fußbodenheizung geheizt wird und die vorhandenen Heizkörper nur wenig bis gar nicht gebraucht werden. Aber leider geht das nicht immer so einfach. Es müssen schon ein paar Voraussetzungen geschaffen werden, wie oben schon beschrieben, damit die Wärmpumpe Sinn macht. 


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