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Autark in der Energieversorgung


Nach 20 Jahren war es bei Familie Gaber aus Nürnberg Zeit für eine neue Heizung. Die alte Gasheizung sollte durch ein modernes, energieeffizientes Heizsystem ersetzt werden. Die Gabers entschieden sich für die Brennstoffzellen-Heizung Vitovalor PT2 in Kombination mit Photovoltaik, Batteriespeicher und einer Ladestation für E-Autos. Besonders reizvoll an der neuen Anlage findet Familie Gaber die Möglichkeit, auch im Winter mit weniger Sonnenstunden über die Brennstoffzelle Strom erzeugen zu können.

Das Projekt

Nach einer ausführlichen Energieberatung durch Rödl energie wurde ein Gesamtkonzept für die neue Heizungs- und Stromanlage erstellt. Da die Brennstoffzelle und die Spitzelasttherme bei niedrigeren Rücklauftemperaturen noch effizienter arbeiten, war es nötig alte Heizkörper gegen neue, die auch mit niedrigeren Temperaturen betrieben werden können, zu tauschen. Daraus folgt eine niedrigere Rücklauftemperatur, die für die Brennwerttechnik notwendig ist. Außerdem erfolgte ein hydraulischer Abgleich der Heizwasser, sodass jeder Heizkörper nur so viel Heizungswasser bekommt, wie er auch Wärme abgeben kann. Daraus ergibt sich wieder eine niedrigere Rücklauftemperatur. Auf dem Ost- und Westdach wurde eine Photovoltaikanlage mit 9,6KW Gesamtleistung, bestehend aus 32 PV-Modulen verbaut, dazu ein Batteriespeicher mit einer Kapazität von 12,5KW und eine Ladestation für Elektrofahrzeuge mit einer Leistung von bis zu 22KW. Das Herzstück der Anlage ist der Batteriespeicher. Er überwacht, steuert und visualisiert die Energieströme. Alle Erzeugungsleistungen und Ladezustände werden hier grafisch angezeigt und ausgewertet.

 

Die Kosten und Fördermöglichkeiten

Das Gesamtprojekt war mit ca. 60.000 Euro beziffert, darin eingeschlossen verschiedene Modernisierungsmaßnahmen an Heizkörpern und Fußbodenheizung. Die Leistungen an der Heizungsanlage waren allesamt förderfähig. Für die Brennstoffzelle allein gab es 11.100 Euro KfW- Zuschuss. Der Batteriespeicher mit Ladestation erhielt einen Zuschuss von € 1.300,- vom Freistaat Bayern. Der Rest wurde mit 30% der Nettoinvestitionskosten über die BAFA gefördert.

„Wir bekamen aus verschiedenen Fördertöpfen Zuschüsse für den thermischen Abgleich, die Brennstoffzelle, die Photovoltaikanlage und die E-Ladestation“, berichtet Winfried Gaber. „Dabei mussten wir uns bis auf Unterschrift und Identifikation um gar nichts kümmern. Alles andere, besonders auch fachliche Angaben, die Laien leicht überfordern, hat Rödl energie für uns erledigt.“

Vergleichsrechnungen gehen davon aus, dass sich der Einbau einer solchen Anlage je nach Nutzerverhalten nach ca. 10-15 Jahren amortisiert. Für Familie Gaber war dies jedoch nicht ausschlaggebend für ihre Investition.

„Wie schnell sich die Kosten amortisieren und ob die Beispielrechnungen alle so bewahrheiten, war uns nicht so wichtig. Wir haben uns für das System entschieden, weil wir es für eine sinnvolle Investition in die Zukunft hielten.“

Das System in der Praxis

Im Grunde funktioniert die Brennstoffzellen-Heizung wie jedes andere Heizungssystem und stellt den Betreiber für keine größeren Herausforderungen. Die üblichen Funktionen wie Nachtabsenkung oder Sommer-/Winterbetrieb können einfach eingestellt werden. In einer App kann Winfried Gaber den aktuellen Energiefluss zwischen Solarpanel, Eigenverbrauch, Einspeisung ins Netz und Bezug vom Netz genau beobachten und Statistiken der vergangenen Monate auswerten. In seinem 2-Personen-Haushalt ergeben die Werte von Februar bis September im Schnitt eine autarke Versorgung von 95%, einen Netzbezug von 5% und eine Einspeisung in das Stromnetz von ca. 50%, die der Familie mit ca. 10 ct/kWh vergütet werden.

Inzwischen haben sich Gabers auch ein Elektroauto angeschafft und fahren kurze Strecken rein mit eigenem Strom. Über die Steuerungs-App der Ladestation können sie bestimmen, dass das Auto nur dann lädt, wenn genug Strom aus eigener Produktion vorhanden ist.

Im Gesamtsystem kommt dem Batteriespeicher eine besondere Bedeutung zu, denn er puffert die unterschiedlichen Verbrauchszyklen, speichert nicht benötigten Strom und gibt ihn wieder ab, wenn mehr Strom benötigt wird, so dass ein optimaler Wirkungsgrad in der Nutzung der eigenen Stromproduktion entsteht.

„Der Energiefluss wäre eine reine Glückssache, wenn wir den Batteriespeicher nicht hätten“, so Winfried Gaber. „Deswegen war das Komplettsystem für uns spannend, dass wir bei der eignen Stromproduktion nicht nur auf den Sommer angewiesen sind, sondern durchgehend ganze Jahr über Vorteile haben.“

Durch die Kombination von Photovoltaik, Brennstoffzelle und Batteriespeicher ist das Strom- und Heizsystem weitgehend von äußeren Einflussfaktoren und Witterungsverhältnissen unabhängig.

Fazit der Familie Gaber

„Man fühlt sich auf der sicheren Seite, wenn man soweit autark ist – gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Energiedebatte. Mit Rödl energie waren wir sehr zufrieden. Während der ganzen Zeit hatten wir mit Rödl energie einen zuverlässigen Partner an der Seite.“