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24-Stunden-Heizungsnotdienst

Fachchinesisch

Hier erklären wir Ihnen die wichtigsten Begriffe:
 

Arbeitspreis
Der Arbeitspreis richtet sich nach der abgenommenen Erdgasmenge (Preis je Einheit Erdgas). Er wird in Cent pro kWh angegeben und beinhaltet sämtliche mit dem Verbrauch zusammenhängenden Kosten wie Beschaffungskosten, Netzentgelte, Konzessionsabgaben, staatliche Steuern und Abgaben etc.

Bundes-Immisionsschutzgesetz (BlmSchG)
volle Bezeichnung: Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge. Zweck des Gesetzes ist, die schädlichen Einwirkungen durch Emissionen in Boden, Luft und Wasser zu vermeiden und/oder zu verhindern. Die wichtigsten Bestandteile des Gesetzes beinhalten die Regelungen, die Anlagenerrichtung und –betrieb sowie Anlagen- und Stoffbeschaffenheiten betreffen. Durch das Gesetz werden auch u.a. Betrieb und Beschaffenheit von Fahrzeugen, Straßenbau und Lärmminderungsplanung reguliert.

Brennwert
Der Brennwert gibt die Energie an, die bei vollständiger Verbrennung frei wird (im Gegensatz zu Heizwert inklusive Wasserdampf und Abgase). Die Maßeinheit für Erdgas ist Kilowattstunden (kWh) pro Kubikmeter. Je nach Anteil des Methangehalts unterscheidet man zwei Erdgasqualitäten: Gas mit einem hohen Methangehalt bezeichnet man als hochkalorisch ( H für „high“), Gas mit niedrigem Anteil bezeichnet man als niederkalorisch (L für „low“).

Erdgas
Erdgas ist ein Gemisch aus Kohlen- und Wasserstoffen mit nicht brennbaren Gasen, wie Kohlendioxid und Stickstoff sowie, meist geringen Anteilen von Schwefelverbindungen und sogenannten Inertgasen. Hauptbestandteil ist üblicherweise Methan mit mehr als 90%, die Anteile der höheren Kohlenwasserstoffe Äthan, Propan und Butan betragen meist weniger als 10%. Siehe auch die Geschichte des Erdgases.

Erdgassteuer
Die Erdgassteuer wird im Mineralölsteuergesetz als Verbrauchssteuer geregelt. Wie bei der Stromsteuer wird auch hier die Verbrauchsmenge besteuert (z. Zt. 0,55 Cent/kWh) und über den Verkaufspreis auf die Kunden umgelegt.

Grundpreis
Der Grundpreis deckt im Rahmen der Tarifgestaltung als pauschales Entgelt die Fixkosten für die Vorhaltung einer Messeinrichtung (Zähler, Zubehör) sowie für Ablesung, Verrechnung und Inkasso für eine bestimmte Zeitspanne (Euro/Monat).

Heizwert
Der Heizwert (umgangssprachlich „Energiegehalt“ oder „Energiewert“ genannt) ist die bei einer Verbrennung maximal nutzbare Wärmemenge, bei der es nicht zu einer Kondensation des im Abgas enthaltenen Wasserdampfes kommt - bezogen auf die Menge des eingesetzten Brennstoffs (in Unterscheidung zum Brennwert -s.o.). Der Heizwert ist also das Maß für die spezifisch je Bemessungseinheit nutzbare Energie. Der Heizwert sagt nicht etwas - wie oft angenommen - über die Verbrennungsgeschwindigkeit aus.

Kilowattstunde (kWh) 
Eine Kilowattstunde beinhaltet 1000 Wattstunden (Wh) und stellt eine Einheit der elektrischen Arbeit dar, ist also eine Energieeinheit. Vor allen Strom- und Heizwärmekosten werden in dieser Einheit gemessen und abgerechnet.

Konzessionsabgaben (lat. concedere – erlauben, gestatten)
Unter dem Begriff Konzessionsabgaben werden Entgelte verstanden, die von den Energie- und Wasserversorgungsunternehmen für das Recht, eine öffentlich-rechtliche Sache wie z.B. Straße, Kabel, Leitungen oder Wege mit dem Ziel, die Letztverbraucher mit Wasser, Gas und Strom zu versorgen, an eine zuständige Behörde (z.B. Gemeinde) entrichtet werden müssen.  Die Gemeinden haben die öffentlich-rechtlichen Güter, die der unmittelbaren Versorgung der Letztverbraucher mit Wasser, Gas und Strom in dem Gebiet der zuständigen Gemeinde dienen, diskriminierungsfrei durch Vertragsabschluß zur Verfügung zu stellen. Solche Verträge haben eine maximale Laufzeit von 20 Jahren.

Netzbetreiber
Netzbetreiber sind Dienstleistungsunternehmen, die Verteilungs- und Übertragungsnetze (z.B. Leitungen für Elektrizität-, Gas- und Stromtransport) betreiben. Diese Unternehmen tragen Verantwortung für Instandhaltung, sicheren Betrieb eines jeweiligen Netzes in einem abgegrenzten Gebiet sowie für die Verbindungen mit anderen Netzen. Der Übertragungsnetzbetreiber hat darüber hinaus die Aufgabe, Systemdienstleistungen zu gewähren, die für die Versorgungssicherheit notwendig sind.

Netzentgelte
Die Netzentgelte zahlt der Kunde für die Inanspruchnahme des Netzes zur Strom-/Erdgasversorgung. Mit den Entgelten werden die Kosten, z.B. für Erneuerung, Wartung, Instandhaltung, Bau und Betrieb gedeckt. Die Netzentgelte sind Teil des Erdgaspreises, den der Kunden an seinen Lieferanten zahlt.

Ökosteuer
Im Jahre 1999 fand in Deutschland eine ökologische Steuerreform statt, im Zuge deren eine so genannte Ökosteuer eingeführt wurde. Die Ökosteuer ist eine Mengensteuer (wird also pro Mengeneinheit erhoben) und stellt einen Oberbegriff für zwei Verbrauchssteuer, und zwar: Stromsteuer und Teile der Mineralölsteuer dar.Das Ökosteuerkonzept beinhaltet zwei Ansätze: zum einen den Energieverbrauch zu verringern bzw. die Effizienz des Energieeinsatzes zu steigern und zum anderen Finanzierung der Beitragssatzsenkung für die Sozialversicherung herbeizuführen. Wie erreicht nun die Ökosteuer ihre Ziele? Für die umweltschädlichen Kraftstoffe wird die höhere Ökosteuer angewandt, für die schwefelarme bzw. schwefelfreie, also umweltfreundlichere Kraftstoffe gibt es Steuerbegünstigungen, wodurch die Nachfrage in Richtung Energiesparung und Benutzung ressourcenschonender Produkte gelenkt werden soll und die erneubaren Energien gefördert werden sollen.

Standardlastprofil
Ein Lastprofil stellt in der Energieversorgung den zeitlichen Verlauf der abgenommenen Leistung über einen bestimmten Zeitraum dar. Ein Standartlastprofil definiert einen standartisierten Leistungswert ohne Durchführung einer Leistungsmessung und dient der Lastgangprognose eines Energieverbrauchers. Ein Standardlastprofil ist also ein synthetisches Lastprofil. Das Gegenteil stellt ein analytisches Lastprofil dar. Der Unterschied zwischen diesen Lastprofilen besteht darin, dass bei dem Standardlastprofil die repräsentativen Kundengruppenprofile als Grundlage für die Ermittlung der Lastsumme dienen, was ggf. zu den erheblichen Abweichungen der Vorabberechnung von dem tatsächlich gemessenen Lastprofil führen kann. Diese Abweichungen können z.B. durch ein atypisches Verhalten bestimmter Kundengruppen hervorgerufen werden. Bei analytischem Lastprofil erfolgt die Ermittlung des Summenlastganges durch Abzug des gemessnen Lastprofils von dem gesamten Lastprofil des Netzes.